BuddhaDharma: Lebendige Weisheit und Mitgefühl

Mit dem Wort Dharma werden die zeitlosen Weisheitslehren bezeichnet, wie sie der Buddha und große Meisterinnen und Meister nach ihm vermittelt haben. Der Dharma ist kostbar, zeitlos und subtil. 

In der Dharma-Praxis hören wir die Weisheitslehren durch Unterweisungen, denken darüber nach und meditieren dann, bis wir sie durch eigene Erfahrung und Erkenntnis klar verstehen und nachvollziehen können.

 

Unterschiedliche Motivation für Dharma-Praxis

Traditionell werden drei Arten der Motivation unterschieden:

1) Viele Menschen sind sich der oft sehr schwierigen Umstände bewusst, in denen unzählige Wesen leben. Dies wollen sie für sich verhindern, indem sie durch die buddhistische Praxis von Opfergaben, Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft, ethischem Verhalten und liebender Güte positive karmische Grundlagen erzeugen.

2) Einige Menschen sind motiviert, solange Dharma zu lernen und zu praktizieren, bis sie vollständig aus dem Kreislauf des Leidens (samsara) befreit sind. Diese Praktizierenden üben sich intensiv in liebender Güte, großem Mitgefühl und Erkenntnis, um in sich die Voraussetzungen für Erwachen zu erzeugen. 

3) Die dritte Form der Motivation ist Bodhicitta : es ist der intensive Wunsch, zum Segen aller Lebewesen  das Erwachen aus samsara anzustreben und wie ein Buddha zu werden. Diese Bodhisattva-Motivation ist nicht sentimental, sondern eine tief verwurzelte Entschlossenheit, basierend auf Weisheit und großem Mitgefühl, das über den Wunsch nach persönlicher Befreiung hinausgeht. Es ist das Herz des Mahayana. 

Die jeweilige Motivation bestimmt das Ziel und die Reichweite der Dharma-Praxis für den Praktizierenden.

In der Anwendung überprüft, korrigiert und erneuert man seine Motivation regelmäßig.

 

Eine Dharma-Praxis entwickeln

Unsere Veranstaltungen geben Orientierung, Unterweisungen und Anleitungen in drei Bereichen:

Bodhi Foundation: Grundlagen des Buddhismus lernen

Um Buddha-Dharma praktizieren zu können und auf dieser Grundlage zu meditieren, ist es natürlich wichtig zu lernen, um was es in den buddhistischen Lehren geht.

Einige der grundlegenden Themen sind:

  • das Dreifache Juwel (Buddha, Dharma, Sangha) und die Bedeutung von Zuflucht
  • die Vier Edlen Wahrheiten und der Achtfache Pfad
  • die Drei Merkmale
  • Paticcasamuppāda (bedingtes Entstehen) 
  • ethische Aspekte der Praxis
  • die Lebensgeschichte des Buddha und die viele interessanten Geschichten um seine Schülerinnen und Schüler

>> In der Reihe Bodhi Foundation finden Veranstaltungen statt, die diese Grundlagen vermitteln. Die Kurse sind offen für alle.

 

 

Bodhi Heart: Bodhicitta entwickeln

Bodhicitta entwickeln wir schrittweise.

Zu den Übungen gehören unter anderem:

  • die Vier Unermesslichen (Gleichmut, Liebe, Mitgefühl und Mitfreude),
  • Tonglen (Geben und Nehmen),
  • Lojong (Geistsschulung),
  • die sechs Paramitas,
  • die Rezitation der Herz-Sutra und
  • die weitergehende Schulung in der Weisheit von shunyata (Leerheit).  

>> In der Reihe Bodhi Heart finden Veranstaltungen statt, die den Zugang zu Bodhicitta vermitteln und helfen, es schrittweise zu entwickeln.  

Die Veranstaltungen sind offen für alle, die schon mit den Grundlagen vertraut sind oder diese gleichzeitig lernen.

 

Bodhi Meditation: Meditieren lernen

In der buddhistischen Meditation gibt es viele unterschiedliche Formen, abhängig von der Tradition und Linie, dem Zweck, für den man die Meditation nutzen möchte und der eigenen Erfahrungsstufe. 

Hier ist eine kleine Auswahl von buddhistischen Meditationsformen:

  • Shamatha Meditation (Stille und Geistesruhe durch Sammlung)
  • Vipassana Meditation (Erkenntnis auf der Basis von Achtsamkeit und Reflektion)
  • Metta Meditation (Wohlwollen, liebende Güte, Mitgefühl)
  • Tonglen-Meditation
  • Mantra Meditation
  • Meditationen zur Stärkung heilsamer Geisteskräfte (z.B. Mut, Geduld, Großzügigkeit)
  • Körperbezogene Meditationen

Alle Methoden werden geübt, um den Geist zu erkunden, zu zähmen, zu schulen und zu transformieren. Es geht darum, einen mutigen, ehrlichen Blick in den Geist zu entwickeln. 

Ausgehend davon, dass die Natur des Geistes rein ist, lernt man es in der buddhistischen Meditationspraxis, die geistigen Verschleierungen, Verzerrungen und Täuschungen, die auf Unwissenheit (avidyā ) basieren, zu erkennen und zu lösen - so wie sich Wolken verziehen und den klaren Himmel freigeben.  

>> In der Reihe Bodhi Meditation finden Veranstaltungen mit Anleitungen und Übungen zur buddhistische Meditation statt. Soweit keine Meditationserfahrung vorausgesetzt wird, sind sie offen für alle.